Allgemein
Schnittstellen
Projektschwerpunkte
Limit System
Beispiel Anleihenbewertung
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Schnittstellendesign
Um einem Risikomanagementsystem die notwendigen Daten zur Verfügung zu stellen, müssen entsprechende Schnittstellen definiert werden. Die Aufgabe der Schnittstellen soll es sein, definierte Daten aus vorhandenen Vorsystemen zu übernehmen. Zu den Vorsystemen zählen bestandsführende Systeme, Handelssysteme und Kursversorgungssysteme.
Was wird aus welchen Systemen übernommen?
Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir unser Risikomanagementsystem einer genaueren Analyse unterziehen.
Wir wollen in unserem System Risikopositionen abbilden. Nehmen wir zum Beispiel den Gesamtbestand aller in der Bank vorhandenen Anleihen . Die erste Überlegung, die wir anstellen ist, in welchem Vorsystem die zu übernehmenden Anleihen verwaltet werden.
Im zweiten Schritt überlegen wir uns, ob wir Bestände oder Transaktionen übernehmen wollen. Entscheiden wir uns für zweiteres, dann müssen wir die Bestände in unserem Risikomanagementsystem generieren. Dies hat den Charme, dass wir die Positionen nach eigenen Kriterien bilden können.
Jetzt überlegen wir, welche Kriterien eine Anleihe definieren. Da hätten wir beispielsweise den Kurs der Anleihe. Weiters benötigen wir Zinssätze um gegenwärtige und künftige Kupons rechnen zu können. Außerdem hat eine Anleihe eine definierte Währung, in der das Instrument emittiert wurde und notiert. Vereinfacht gesagt, wir benötigen Stammdaten der Anleihe.
Notwendige Daten
Die aus den Schnittstellen zu übernehmenden Daten sind Stammdaten, Transaktions- und/bzw. Positionsdaten, Kursdaten (Yields, Währungen).
Welches Vorsysteme?
Was könnte nun ein geeignetes Vorsystem sein und unterstützt das Vorsystem den Datenexport über eine vorhandene Schnittstelle?
Beispielsweise könnten die Bewegungsdaten aus einer Fondsbuchhaltung übernommen werden. Dies vor allem dann, wenn das Risikomanagementsystem in einer KAG zum Einsatz kommt. Ev. ist das Depotverwaltungssystem GEOS im Einsatz. Dieses System bieten eine Vielzahl von Schnittstellen, die für den Datenexport geeignet sind.
Wichtig ist, dass alle vom Risikomanagement geforderten Daten versorgt werden können, damit korrekte Kennzahlen gerechnet und Simulationen durchgeführt werden können. Wenn wir bei unserem Anleihenbeispiel bleiben, zählt beispielsweise die vollständige Versorgung des Systems mit Yields, Währungskursen, Anleihekursen dazu. Die Anleihe selbst, muss alle notwendigen Stammdaten enthalten, damit künftige Kupons gerechnet werden können, um künftige Cashflows abzuilden und den NPV nach Barwertmethode zu rechnen. Dh. für die Kupons muss definiert sein, wann die erste Kuponzahlung erfolgt, ob die Kuponzahlung regelmäßig und in welchen Intervallen erflolgt, ob es gekürzte Perioden gibt, usw.

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